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Fluchtwege

Fluchtwege. Neue Texte über Fremdsein und Heimat.

von Eva Rossmann und Susanne Scholl.

Buch, Gebunden, 208 Seiten, Deutsch, Czernin Verlags GmbH, 2016


Menschen sind auf der Flucht. Dass sie auf der Flucht sind, hat auch mit uns zu tun. Zumindest mit den Staaten und den Wirtschaftskonzepten in Europa. Die "Kernkompetenz" von Autorinnen und Künstlern ist es zu erzählen, Stellung zu beziehen und die Realität um das notwendige Phantastische zu erweitern.


Die literarischen Beiträge in "Fluchtwege" beschäftigen sich mit den Themen Flucht, Vertreibung und Heimat. Sie eröffnen Perspektiven jenseits der Berichterstattung und der Fakten. Ob aus eigener Erfahrung oder aus der beobachtenden Position: In Erzählungen, Gedichten und Theaterstücken laden diese Texte zu einer inneren Auseinandersetzung mit einem hochaktuellen und emotionalen Thema ein.
Mit Beiträgen von Friedrich Ani, Irene Brickner, Barbara Coudenhove-Kalergi, Franzobel, Christian Futscher, Maja Haderlap, Samya Hamida Lind, Michael Köhlmeier, Sunil Mann, Kurt Palm, Julya Rabinowich, Willi Resetarits, Eva Rossmann, Gerhard Ruiss, Marlene Streeruwitz, Peter Turrini, Anna Weidenholzer und Lojze Wieser.

Kosmopolitische Impulse

Kosmopolitische Impulse. Das Integrationshaus in Wien.

von Peter Sellars, Gerald Bast, Christian Reder, Willi Resetarits

Kartonierter Einband, 277 Seiten, Deutsch, Birkhäuser Verlag GmbH, 2015

Flucht und Migration bleiben bestimmende Themen der Zeit und prägen die humanitäre Situation in Aufnahmeländern. Das Integrationshaus in Wien, konzentriert auf die Aufnahme und Integration von Asylsuchenden und Flüchtlingen, arbeitet seit 15 Jahren fremdenfeindlichen Tendenzen entgegen. Zu solchem zivilgesellschaftlichen Engagement enthält dieser Band vielfältige Erfahrungsberichte und Kommentare bis hin zum Dachgartenprojekt, das 2010 in Zusammenarbeit mit der Universität für angewandte Kunst Wien realisiert wird.

 

 

Kurt Ostbahn

Kurt Ostbahn - Seid's vuasichtig und losst's eich nix gfoin!

von Peter Hiess und Lukas Beck.

Gebundenes Buch, 176 Seiten, Deutsch, NP BUCHVERLAG, 2004

"Der Kurtl losst ausrichten, he has left the building", sagt ein Mann namens Wilhelm Resetarits, der Herrn Ostbahn zum Verwechseln ähnlich sieht, nach dem Silvesterkonzert am 31.12.2003 ins Mikrofon und meint damit: für immer. Nicht nur engere Fan- und Freundeskreise dürfte das Ende der zwanzigjährigen, in der österreichischen Rock- und Pop-Szene beispiellosen Ostbahn-Erfolgsstory wehmütig gestimmt haben.

Trotz oder vielleicht gerade wegen seines fiktiven Ansatzes, der reichlich Spielraum für (Selbst-)Ironie bot, wirkte das Projekt immer unverkrampft und geradezu authentisch. Dass Kurt Ostbahn, vormals Ostbahn-Kurti, zur Kultfigur wurde, verdankt sich wohl Willi Resetarits' charismatischer Persönlichkeit ebenso sehr wie seinem Schöpfer und "Trainer", dem Journalisten und Autor Günter Brödl, dessen überraschender Tod im Jahr 2000 ein Ende der aktiven Ostbahn-Laufbahn nahe legte.

Nachdem ein (vergriffenes) Ostbahn-Buch mit Fotos von Lukas Beck bereits Anfang der 90er-Jahre erschienen ist, konzentriert sich der vorliegende aufwändig gestaltete Bildband auf die Zeit danach. Ob allein oder im familiären Kreis von Chefpartie und Kombo, ob als Porträt oder in Aktion - es steht natürlich meist "the man himself" im Mittelpunkt, aber etwa auch die enthusiasmierte Stimmung der Fans bei Konzerten wurde eindrücklich festgehalten.

In der von Peter "Dr. Trash" Hiess besorgten Textkompilation erfährt das Ostbahn-Universum eine umfassende Würdigung. Neben Erfahrungsberichten, Resümees und Interviews aus dem näheren Umfeld kommen hier auch illustre Gastautoren zu Wort, etwa Sexualforscherin Rotraud A. Perner zum Thema "Ist Kurt Ostbahn sexy?", Germanist Schmidt-Dengler in einem Artikel über Brödls Dialektdichtung sowie Roland Düringer, den ein Ostbahn-Konzert dazu bewegte, im Musikgeschäft mit den Worten "Guten Tag, ich möchte ein Instrument lernen" vorstellig zu werden.

Insgesamt ein Buch, das sicher dabei hilft, die Favorit-'n'-Blues-Legende in lebendigem Andenken zu halten, in ihrem ganzen Spektrum von Live-Konzerten über Ostbahn-Krimis bis zu Willi Resetarits' sozialem Engagement. Mit dessen Trost spendenden Worten: "Ostbahn lebt - er spüt nur kane Konzerte mehr!" - Mathis Zojer