Vorwort von Roman Mählich

Als ich meine ehrenamtliche Mitarbeit im Integrationshaus angeboten habe, hatte das mehrere Gründe. Zum einen, weil mir jede Art von Hetze ganz einfach auf den Wecker geht und Ausländer*innen ständig als Ursache vieler Probleme genannt werden. Zum anderen, weil ich mehr über das Thema wissen wollte. Und ich wollte gerne Menschen, die Unterstützung benötigen, helfen und zeigen, dass „wir nicht so sind“, wie es unser Bundespräsident einmal so schön formulierte.

Und so bin ich auf das Integrationshaus gestoßen. „Zeit hab ich, interessieren tut’s mich und ich lern was dazu“, waren meine Gedanken. Ich wurde dann Mentor beim Projekt JAWANext und habe einen jugendlichen Afghanen namens Ali betreut. Er hat mir sehr viel über die Hintergründe und Probleme geschildert und was es für einen jungen Menschen bedeutet, alles liegen und stehen zu lassen und sein gewohntes Umfeld zu verlassen. Sich, vielleicht für immer, von Familienangehörigen, von Freunden verabschieden zu müssen. All das war auch für mich äußerst lehrreich. Das Integrationshaus hat mich während dieser Zeit ständig begleitet.

Ali und ich treffen uns nach wie vor regelmäßig und es freut mich sehr zu sehen, wie gut er seine Situation meistert. Er steckt mitten in seiner Berufsausbildung und macht es wirklich großartig. Wir plaudern dann über ganz alltägliche Erlebnisse und beim Nachhausefahren denke ich mir jedes Mal: Der packt das! Und das ist schön.

Ihr / Euer Roman Mählich

Fußballer und freiwilliger Mitarbeiter im Integrationshaus

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