Weil Kunst Haltung braucht!

Nach dem Sänger Vusa Mkhaya 2024 und ESRAP 2025 geht der Willi Resetarits Preis 2026 an die Sängerin Birgit Denk.

Birgit Denk über ihr Engagement und die Freude über den Preis: „Ich freue mich wirklich sehr – und ich meine das genauso. Vor allem, weil ich Willi immer unglaublich geschätzt habe. Für das, was er aufgebaut hat. Und ganz besonders für sein Integrationshaus. Es bedeutet mir viel, dass ich seit vielen Jahren Teil dieses Projekts sein darf. Das ist keine Selbstverständlichkeit, sondern etwas, das ich sehr ernst nehme. Gerade das Engagement für geflüchtete Kinder und Jugendliche liegt mir persönlich sehr am Herzen. Denn wir sprechen hier von jungen Menschen, die oft mit so wenig ankommen – und gleichzeitig so viel in sich tragen. Die Schwächsten in unserer Gesellschaft brauchen nicht nur Schutz, sondern echte Unterstützung. Und vor allem brauchen sie jemanden, der hinschaut. Der erkennt, welches Potenzial da ist. Genau dafür hat sich Willi eingesetzt. Genau dafür steht das Integrationshaus. Und genau dafür stehe auch ich.“

Veronica Kaup-Hasler, Amtsführende Stadträtin für Kultur und Wissenschaft, gratuliert Birgit Denk: „Birgit Denk prägt die österreichische Kulturszene seit vielen Jahren mit einer klaren künstlerischen und sozialen Haltung. Als Sängerin hat sie auf der Bühne mit ihrer Arbeit im Dialekt Akzente gesetzt; mit ihrer Band DENK immer wieder neue Wege abseits aktueller Trends gewagt. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit erhebt sie unermüdlich ihre Stimme für gesellschaftlich benachteiligte Gruppen und engagiert sich in der Kulturpolitik. Diese Verbindung von künstlerischer Qualität sowie kulturpolitischer und sozialer Verantwortung macht sie zu einer verdienten Trägerin des Willi-Resetarits-Preis 2026, zu dem ich ihr herzlich gratuliere.“

Die Entscheidung der Jury
Sie lässt ihren erlernten Beruf als Sozialpädagogin in ihr künstlerisches Tun und in ihre Unterstützung des Integrationshauses einfließen. Insgesamt steht Birgit Denk für eine offene, solidarische und kulturell vielfältige Gesellschaft. Durch ihre künstlerische Arbeit, ihre Vermittlungstätigkeit und ihr gesellschaftliches Engagement trägt sie dazu bei, Menschen zusammenzubringen und kulturelle Räume zu öffnen. „Genau diese Verbindung von Kunst, Menschlichkeit und sozialem Bewusstsein macht sie zu einer überzeugenden Kandidatin für den Willi Resetarits Preis“, so die Jurybegründung. Die Jury setzt sich aus Andrea Eraslan-Weninger, Vorstandsmitglied des Integrationshauses, Gerlinde Affenzeller, Geschäftsführerin von S.O.S. Mitmensch, Vusa Mkhaya, Sänger und erster Willi Resetarits Preisträger, Nadja Kayali, Ö1 Moderatorin sowie Geschäftsführerin und Intendantin des Carinthischen Sommers, und Miriam Hie, Moderatorin und Schauspielerin, zusammen.

Vor drei Jahren, am 24.04.2022, verunglückte der Sänger, Ausnahmemensch und -künstler Willi Resetarits. In seinem Gedenken wurde am 32. Flüchtlingsball im Wiener Rathaus bereits zum dritten Mal der Willi Resetarits Preis von der Stadt Wien gestiftet und verliehen. Diese mit € 10.000, - dotierte Auszeichnung wird an Musiker*innen vergeben, die sich in ihrem künstlerischen Leben und Werk für Integration und das Miteinander in unserer Stadt engagieren.

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