Projekt „First Flat“ - Betreutes Wohnen

Das Projekt "First Flat" ist eine Wohnform für junge erwachsene Asylwerber*innen zwischen 18 und 25 Jahren, die im Rahmen der Grundversorgung untergebracht sind. Das Angebot richtet sich an junge Menschen, die am Beginn oder in einer Ausbildung stehen und Unterstützung im Übergang zur Selbständigkeit und Selbstbestimmtheit brauchen. Der Fokus liegt auf der altersadäquaten Unterbringung und der sozialen, gesellschaftlichen als auch arbeitsmarktpolitischen Integration. Sie sollen dabei unterstützt werden, ihren Alltag zu bewältigen, soziale Kompetenzen aufzubauen, ihr Selbstwertgefühl zu stärken und eigene Zukunftsperspektiven zu entwickeln.

Jugendliche Flüchtlinge kommen nach ihrer Ankunft in Österreich vorerst in den Wohngemeinschaften für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge unter, es wird viel Zeit in Deutschkurse, Ausbildungsberatung, das Lernumfeld und die passende Ausbildung gesteckt. Viele der Jugendlichen erhalten dort eine intensive und umfangreiche Betreuung - und vor allem eine familiäre Atmosphäre. Dies wirkt sich sowohl auf ihr Ankommen in Österreich als auch ihren schulischen Erfolg aus. Mit dem 18. Geburtstag müssen sie diese WGs verlassen. Einige wenige Jugendliche, deren Asylverfahren abgeschlossen ist, verlassen die WG in die Selbständigkeit. Alle Jugendlichen, deren Asylverfahren nach wie vor anhängig ist, werden in Quartieren für Erwachsene untergebracht. Bei einem Großteil dieser Quartiere kann nicht von einer altersadäquaten Unterbringung gesprochen werden. Folgen sind oft das Gefühl des "Verloren Seins", Unzufriedenheit und Leistungsabfall in Bildungsmaßnahmen.

Kleine Wohneinheiten in Form von Wohngemeinschaften mit gleichaltrigen Flüchtlingen eignen sich besonders, da es sich bei Wohngemeinschaften um übliche Konzepte für junge Erwachsene in Ausbildung handelt.

First Flat ist nach wie vor auf der Suche nach einer Wohnung für die fehlende elfte WG. Man merkt, dass sich die Stimmung in Österreich verändert hat. Haben sich zu Projektstart manche Eigentümer*innen aus eigener Initiative gemeldet, so gibt es derzeit keine Bereitschaft, eine Wohnung für eine WG für jugendliche Geflüchtete zu vermieten.

Aus dem Tätigkeitsbericht 2017, Zahlen gemessen über das ganze Jahr:

· Anzahl der betreuten Personen: 72
· Anzahl der MA*innen: 3
· Sprachen im Team: 6
· Aufenthaltsstatus der betreuten Personen: 76% Asylwerber*innen, 6% Konventionsflüchtlinge, 18% Subsidiär Schutzberechtigte

 

Kontakt

Mag.a Emira Ulrich, MA
Projektleitung
E-Mail: e.ulrich@integrationshaus.at
Tel.: +43-1-212 35 20 - 25