einewelt-WG

Das Projekt einewelt-wg  bietet Platz für insgesamt acht Mädchen und Burschen im Alter von 3-18 Jahren. Die Kinder und Jugendlichen können aus unterschiedlichsten Gründen (z.B. vorübergehende Überforderung des Herkunftssystems, Verwahrlosung, Gewalt usw.) nicht zu Hause leben und sind im Rahmen der Vollen Erziehung durch das Wiener Amt für Jugend und Familie  in der Schweidlgasse untergebracht. Dies bedeutet, dass die Kinder und Jugendlichen ihren Lebensmittelpunkt in der WG haben, und je nach Vereinbarung Besuche durch die oder Ausgänge zur Herkunftsfamilie stattfinden können.

Das Bestreben ist es, den Kindern und Jugendlichen ein stabiles und klar strukturiertes Umfeld zu bieten, in dem sie sich sicher und geborgen fühlen können. Diese schützende, liebevolle, akzeptierende und fürsorgliche Beziehung zu den Erwachsenen der Wohngemeinschaft bildet den Grundstein dafür, dass die Kinder und Jugendlichen ein  positives Selbstbild aufbauen können. Es wird versucht, neben der Alltagsroutine (Kindergarten, Schule, Freizeitgestaltung, medizinische Versorgung, Gesundheitsförderung usw.) auf die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Kinder und Jugendlichen adäquat einzugehen.

Die Kinder und Jugendlichen werden unter einer pädagogischen Leitung von einem Team aus insgesamt sieben Sozialarbeiter*innen und  Sozialpädagog*innen betreut. Unterstützt wird das Team durch eine Hauswirtschafterin, Zivildiener und Praktikant*innen. Im Zuge des Bezugsbetreuungssystems ist jedem Kind/Jugendlichen ein*e Bezugsbetreuer*in zugeteilt, die/der auch die Fallführung innehat.

Gearbeitet wird mit dem Gedanken der Rückführung in die Herkunftsfamilie, was eine kontinuierliche Arbeit der Bezugsbetreuer*innen mit dem Herkunftssystem fordert. Es gibt regelmäßig Gespräche sowohl mit der Hauptbezugsperson des Kindes/Jugendlichen alleine, als auch gemeinsam mit dem Kind/Jugendlichen. Diese enge Zusammenarbeit zwischen WG und Herkunftssystem hat sich nach anfänglicher Skepsis seitens der Herkunftssysteme gut entwickelt. Für die Kinder und Jugendlichen ist es wichtig zu erleben, dass es ein Miteinander und kein Gegeneinander zwischen Familie und WG gibt. Sie sollen spüren, dass es nicht nur an ihnen liegt, etwas zu verändern, sondern dass auch das Herkunftssystem seinen Beitrag leisten muss, damit es zu einer positiven Veränderung kommen kann.

Aus dem Tätigkeitsbericht 2017, Zahlen gemessen über das ganze Jahr:

· Anzahl der Bewohner*innen: 7 Burschen, 2 Mädchen
· Alter der betreuten Personen: 9 – 16 Jahre
· Anzahl der MA*innen: 8

Diese Einrichtung arbeitet im Auftrag und mit Mitteln der MA 11 - Wiener Kinder- und Jugendhilfe.

Kontakt

Dipl. Päd. Kristina Wallentich
Projektleitung
E-Mail: k.wallentich@integrationshaus.at
Tel.: +43-1-212 35 20 - 90