Projekt Caravan
Wohngruppen zur Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Fremden
Caravan ist umgebaut!
Die große Wohnung für 20 Bewohner/innen wurde in zwei kleinere geteilt, in denen jeweils 10 Mädchen und Burschen wohnen. Betreut werden diese beiden Gruppen von zwei unabhängigen Teams von Sozialpädagogen/innen, und zwar nach wie vor rund um die Uhr.
Wir erwarten uns davon zum einen eine ruhigere und privatere Wohnsituation und eine noch persönlichere und individuellere Einzelfallbetreuung.
Wir erwarten uns davon zum einen eine ruhigere und privatere Wohnsituation und eine noch persönlichere und individuellere Einzelfallbetreuung.
Neue e-Mail Adressen
Ab 1. Oktober 2012 werden wegen der Teilung von CARAVAN in zwei eigenständige Wohngruppen e-Mails nur noch von den Adressen caravan1@integrationshaus.at und caravan2@integrationshaus.at abgesendet und entgegen genommen.
Die alte Adresse wird zwar noch abgefragt, die eingehenden Mails werden jedoch an die neuen Adressen weiter geleitet.
Folgende Mitarbeiter/innen erreichen Sie unter caravan1@integrationshaus.at:
Marija Binder, Klaudia Puckmair, Mireya Escobar,
Florian Schmerlaib, Manfred Schmeczka und Sophia Sigl
Folgende Mitarbeiter/innen erreichen Sie unter caravan2@integrationshaus.at:
Jawad Daneshpajou, Irmgard Gödl, Maria Pöchacker,
Bernard Kevin Schafler, Lucia Minecan und Dominic Pulle
Die alte Adresse wird zwar noch abgefragt, die eingehenden Mails werden jedoch an die neuen Adressen weiter geleitet.
Folgende Mitarbeiter/innen erreichen Sie unter caravan1@integrationshaus.at:
Marija Binder, Klaudia Puckmair, Mireya Escobar,
Florian Schmerlaib, Manfred Schmeczka und Sophia Sigl
Folgende Mitarbeiter/innen erreichen Sie unter caravan2@integrationshaus.at:
Jawad Daneshpajou, Irmgard Gödl, Maria Pöchacker,
Bernard Kevin Schafler, Lucia Minecan und Dominic Pulle
Projektbeschreibung
Das Projekt Caravan ist eine Einrichtung zur sozialpädagogischen Intensivbetreuung für derzeit zwanzig unbegleitete minderjährige Fremde mit besonders hohem Betreuungs- und Förderbedarf. Dieser erhöhte Bedarf liegt etwa dann vor, wenn die/der Jugendliche offensichtlich traumatisiert oder anders psychisch oder psychiatrisch auffällig ist, erhöhter medizinischer Pflegebedarf besteht oder an einer speziellen Problematik besonders intensiv gearbeitet werden soll. Die Jugendlichen erhalten Unterkunft, Verpflegung und medizinische Versorgung und stehen darüber hinaus rund um die Uhr in intensiver sozialpädagogischer Betreuung.
Im Rahmen dieser Betreuung werden die konkreten Lebensumstände und der Unterstützungsbedarf der Jugendlichen festgestellt. Durch Alltagsgestaltung und Tagesstrukturierung sollen die Jugendlichen Stabilität in ihrer neuen Situation gewinnen, durch Krisenintervention und Trauerarbeit belastende Erfahrungen aufarbeiten können. Sie sollen aber auch auf ihr Leben als erwachsene AsylwerberInnen vorbereitet und zu Eigenverantwortung und Selbständigkeit ermutigt werden. Sie erhalten Unterstützung im Bildungsbereich, lernen Aufgaben zu übernehmen und konstruktiv das Zusammenleben fremder Kulturen zu gestalten. Sexualerziehung und Drogen- und Deliktprävention sind ebenso Bestandteile der Betreuung.
Ergänzend zur sozialpädagogischen Betreuung bietet seit dem Frühjahr 2007 eine Klinische und Gesundheits-Psychologin individuelle psychologische Betreuung und Beratung für die Jugendlichen von Caravan an. Dieses Angebot ist eine ideale Ergänzung zur sozialpädagogischen Einzelbezugs-Betreuung und der Alltagsbetreuung im Gruppengeschehen.
Begleitet werden die Jugendlichen von einem Team aus acht sozialpädagogisch geschulten mehrsprachigen BetreuerInnen (SozialpädagogInnen, PsychologInnen, SozialarbeiterInnen, etc.) unter der Leitung eines erfahrenen Sozialpädagogen. Unterstützt wird die Arbeit durch zwei Hauswirtschafterinnen sowie PraktikantInnen und Zivildiener. Das Projekt Caravan ist im vierten Stock des Integrationshauses untergebracht und verfügt neben Schlafzimmern, Küchen, Sanitär- und Aufenthaltsräumen, auch über einen Freizeitraum mit Tischtennis und Tischfussball, sowie über zwei PCs mit Internetanschluss.
Die Finanzierung des Projekts Caravan erfolgt grundsäztlich im Rahmen der Grundversorgung für hilfs- und schutzbedürftige Fremde über den Fonds Soziales Wien, der auch die Zuweisung der Jugendlichen erteilt. Für die Minderjährigen, die einen darüber hinausgehnden Betreuungsbedarf aufweisen wird vom Jugendamt die Maßnahme der "vollen Erziehung" verfügt. Zur Aufrechterhaltung der gesetzlichen Standards zur Durchführung dieser Maßnahme erhalten wir für diese Fälle einen Aufschlag auf den Grundversorgungs-Satz vom Amt für Jugend und Familie.
Zusätzliche Leistungen werden mit Hilfe von privaten Spenden finanziert.
Von November 2001 bis Mai 2004 wurde das Projekt als Clearingstelle geführt, die hilfsbedürftigen Jugendlichen Unterbringung und Betreuung bis zu einer Dauer von drei Monaten gewährte. Mit dem Inkrafttreten der Grundversorgung für hilfs- und schutzbedürftigen Fremde wurde das Projekt im Jahr 2004 schrittweise in seine heutige Form als Dauerunterbringungseinrichtung gebracht.
Im Rahmen dieser Betreuung werden die konkreten Lebensumstände und der Unterstützungsbedarf der Jugendlichen festgestellt. Durch Alltagsgestaltung und Tagesstrukturierung sollen die Jugendlichen Stabilität in ihrer neuen Situation gewinnen, durch Krisenintervention und Trauerarbeit belastende Erfahrungen aufarbeiten können. Sie sollen aber auch auf ihr Leben als erwachsene AsylwerberInnen vorbereitet und zu Eigenverantwortung und Selbständigkeit ermutigt werden. Sie erhalten Unterstützung im Bildungsbereich, lernen Aufgaben zu übernehmen und konstruktiv das Zusammenleben fremder Kulturen zu gestalten. Sexualerziehung und Drogen- und Deliktprävention sind ebenso Bestandteile der Betreuung.
Ergänzend zur sozialpädagogischen Betreuung bietet seit dem Frühjahr 2007 eine Klinische und Gesundheits-Psychologin individuelle psychologische Betreuung und Beratung für die Jugendlichen von Caravan an. Dieses Angebot ist eine ideale Ergänzung zur sozialpädagogischen Einzelbezugs-Betreuung und der Alltagsbetreuung im Gruppengeschehen.
Begleitet werden die Jugendlichen von einem Team aus acht sozialpädagogisch geschulten mehrsprachigen BetreuerInnen (SozialpädagogInnen, PsychologInnen, SozialarbeiterInnen, etc.) unter der Leitung eines erfahrenen Sozialpädagogen. Unterstützt wird die Arbeit durch zwei Hauswirtschafterinnen sowie PraktikantInnen und Zivildiener. Das Projekt Caravan ist im vierten Stock des Integrationshauses untergebracht und verfügt neben Schlafzimmern, Küchen, Sanitär- und Aufenthaltsräumen, auch über einen Freizeitraum mit Tischtennis und Tischfussball, sowie über zwei PCs mit Internetanschluss.
Die Finanzierung des Projekts Caravan erfolgt grundsäztlich im Rahmen der Grundversorgung für hilfs- und schutzbedürftige Fremde über den Fonds Soziales Wien, der auch die Zuweisung der Jugendlichen erteilt. Für die Minderjährigen, die einen darüber hinausgehnden Betreuungsbedarf aufweisen wird vom Jugendamt die Maßnahme der "vollen Erziehung" verfügt. Zur Aufrechterhaltung der gesetzlichen Standards zur Durchführung dieser Maßnahme erhalten wir für diese Fälle einen Aufschlag auf den Grundversorgungs-Satz vom Amt für Jugend und Familie.
Zusätzliche Leistungen werden mit Hilfe von privaten Spenden finanziert.
Von November 2001 bis Mai 2004 wurde das Projekt als Clearingstelle geführt, die hilfsbedürftigen Jugendlichen Unterbringung und Betreuung bis zu einer Dauer von drei Monaten gewährte. Mit dem Inkrafttreten der Grundversorgung für hilfs- und schutzbedürftigen Fremde wurde das Projekt im Jahr 2004 schrittweise in seine heutige Form als Dauerunterbringungseinrichtung gebracht.
Freiwillige HelferInnen für Lernhilfe dringend gesucht!
| © caravan |
Interessierte bitten wir, unter 01 212 35 20 DW 72 einen Kennenlern-Termin auszumachen, oder senden Sie uns eine E-Mail mit Ihren Kontaktdaten, dann rufen wir Sie an. Danke!
Tagesstruktur
| © caravan |
Das Angebot umfasst einen Nähworkshop, in welchem die Jugendlichen lernen, mit einer Nähmaschine umzugehen, sich Kleinigkeiten selbst anzufertigen und nicht zu verzweifeln, wenn es darum geht ,die neu gekaufte und zu lang geratene Hose zu kürzen. Scheu vor einer Nähmaschine hat nun keine/r der TeilnehmerInnen mehr. Polsterkissen werden verziert sowie modische Taschen und Beutel genäht. Die Workshopleiterin, selbst eine gelernte Näherin, bemüht sich, dass die Jugendlichen verschiedenste Materialien und Stoffe kennenlernen und sie Freude mit den alltagstauglichen Produkten haben.
Weiters gibt es einen Fahrradworkshop in Kooperation mit der WUK Fahrradwerkstätte, die uns sehr entgegenkommend und kostengünstig ihre fachliche Kompetenz sowie die Räumlichkeiten vermieten. Dieser Workshop ist vor allem bei den jungen, männlichen Afghanen, die oftmals schon ein aufwendiges Vorwissen mitbringen und sich sehr über einen handwerklich/mechanisch ausgerichteten Workshop freuen, sehr beliebt. Sie wagen sich an die aufwendigsten Reparaturen der kaputten Fahrräder und bringen mit unermüdlichem Engagement und geschickten Händen (fast) jeden Drahtesel wieder zum Fahren.
Ein Kreativworkshop komplettiert das Angebot für all jene, die sich im künstlerischen Bereich wohlfühlen. Wir freuen uns sehr, dass wir eine selbstständige Bühnenbildnerin für unsere Idee gewinnen konnten, die uns ihr Atelier und Wissen zur Verfügung stellt. Den Jugendlichen macht es große Freude, ihre Gefühle und ihr Befinden im kreativen Ambiente auszudrücken. Es wird an unterschiedlichen Werkstücken gearbeitet und auf äußerst empathische Weise individuell auf jede/n TeilnehmerIn eingegangen. Probiert wird so gut wie alles. Das Arbeiten mit Ton, Holz, Tusche, Malfarben, Ölkreiden, diversen Stoffen- alles ist erlaubt und wird gerne versucht. Auch Ausflüge in Museen stehen auf dem Programm, um Kunst von der Betrachterseite her zu erleben.
Auf Grund der großen Nachfrage wurde das Workshopangebot erweitert. Seit Anfang des Jahres gibt es im Haus auch einen Kochworkshop, der von unserer Kollegin Huguette geleitet wird, die es zu ihrer Profession gemacht hat, uns mit Köstlichkeiten zu verwöhnen. Die Jugendlichen lernen nach Rezept zu kochen, Mengen abzuschätzen, bekommen ein Bewusstsein für gesundes und abwechslungsreiches Essen und werden lebenspraktisch auf ihren Alltag nach Caravan vorbereitet.
Mittlerweile besucht fast jede/r Jugendliche in Caravan einen Workshop, der ihm/ihr gefällt. Unsere Zielgruppe hat sich erweitert. Selbst Schülerinnen fühlen sich von dem angebotenen Programm angesprochen und haben Freude daran, neben dem Lernen, der Nachhilfe und dem Sport auch noch einen wöchentlichen fixen Termin wahrzunehmen, an dem es nicht um Beurteilungen geht, sondern um Spaß und Freude am Mitarbeiten.
Erfreulicherweise gab es vor kurzem eine Vernissage im Projekt Caravan, bei welcher die Jugendlichen erstmalig auch die Möglichkeit hatten, ihre Werkstücke im öffentlichen Raum zu präsentieren, was sie auch stolz taten. Bald schauen wir auf ein erstes erfolgreiches Workshopjahr zurück. Seither ist Caravan bunter geworden, die Fahrräder funktionstüchtiger, das Essen noch leckerer und die Dekoration hübscher.
Resumee
Projekt Caravan: Wohngruppen zur sozialpädagogischen Intensivbetreuung von unbegleiteten minderjährigen Fremden im Rahmen der Grundversorgung
Auftraggeber:
Fonds Soziales Wien und MAG ELF (Amt für Jugend und Familie)
Leitung:
Otto Hollerwöger, Sozialpädagoge
e-Mail: o.hollerwoeger@integrationshaus.at
Tel: +43-1-2123520-72
Auftraggeber:
Fonds Soziales Wien und MAG ELF (Amt für Jugend und Familie)
Leitung:
Otto Hollerwöger, Sozialpädagoge
e-Mail: o.hollerwoeger@integrationshaus.at
Tel: +43-1-2123520-72
© Caravan
© caravan
© caravan